Armen Avanessian & Enemies #24: Rebellische Städte

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    Armen Avanessian & Enemies #24: Rebellische Städte
    14 May
    Monday
    20:00
    Monday, 14 May, 2018 -
    20:00 to 22:00

    Armen Avanessian & Enemies #24:
    School of Disobedience Nr 4: Rebellische Städte

    Roter Salon, Diskurs, auf Deutsch, 8/6 €

    Während die Politik auf europäischer und nationaler Ebene an demokratischer Legitimation verliert und sich Neoliberalismus und Rechtspopulismus, als Konkurrenten oder Partner, immer weiter in den Regierungen verankern, zeigt sich in den Städten das Potential zur linken Gegenbewegung.

    Ob im “Solidarity City”-Netzwerk, das an verschiedenen Orten in Europa Menschen ohne formal gleiche Rechte die gleiche Teilhabe etwa am Wohnungs- und Arbeitsmarkt ermöglichen will, in Recht-auf-Stadt-Initiativen, die seit Jahren für eine “Stadt für alle” kämpfen, oder in “Hack the City”-Projekten, die Städte von unten digitalisieren statt die neoliberale Smart City zu akzeptieren, in der profitorientierte Firmen Daten einzelner Bewohner*innen zur vermeintlichen Verbesserung der Sicherheit sammeln.

    In vielen Städten Südeuropas versuchen linke Basisinitiativen, die bereits an Macht in den Rathäusern gewonnen haben, sich die bestehenden Institutionen anzueignen. Und auch in einem ganz anderen Kontext scheint die Selbstorganisation auf lokaler Ebene eine Chance auf einen Neubeginn darzustellen: In Aleppo etwa, wo die Bewohner*innen widerständige Wege finden durch neue soziale Zusammenschlüsse zu (über-)leben und die Stadt samt Nachbarschaften neu gestalten. Welche Chancen liegen darin, wenn Städte neu aufgebaut werden müssen?

    Was zeichnet all diese Initiativen aus und welche Perspektiven eröffnen sie für eine progressive Politik? Lässt sich mit lokaler Macht gegen Neoliberalismus, Rechtspopulismus (und Zerstörung) vorgehen? Wie lassen sich Institutionen übernehmen und soziale Bewegungen stärken? Lässt sich gar ein linkes Städtenetzwerk bilden, um den Kapitalismus dezentral zu erodieren?

    Referentinnen/Panelistinnen:
    Lisa Vollmer, interdisziplinäre Stadt- und Bewegungsforscherin, Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar (angefragt)
    Nina Scholz, Journalistin und Aktivistin bei Kotti und Co, Berlin
    Jennifer Schubert forscht zu ‘Informal City Making – Tools for Civic Participation in Neighborhoods’, Design Research Lab, Universität der Künste Berlin
    N.N., Aktivistin von Solidarity City Berlin
    Zoya Masoud, Architektin und Koordinatorin von „Unsere Stadt, unsere Geschichte“ am Museum für Islamische Kunst, Mitarbeiterin im “Aleppo Basar” am Museum für Islamische Kunst

    https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/3946/armen-avanessian-enemies...